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„Herbst-Mitgliederversammlung 2011“ vom 12. Dezember 2011

An der „Herbst-Mitgliederversammlung 2011“ haben sich rund 120 Teilnehmer von Präsident Eduard Schmied, dem Ressortleitern Rolf Graf sowie dem Geschäftsführer Theodor Häner über aktuelle Themen zum nationalen und regionalen Bauhauptgewerbe informieren lassen. Von besonderem Interesse waren die Ausführungen über die jüngsten Gespräche bei den Verhandlungen über einen LMV-Nachfolgevertrag. Nachdem aber auch diese ergebnislos verlaufen sind, steht nunmehr definitiv fest, dass ab dem 1.1.2012 ein vertragsloser Zustand im Bauhauptgewerbe eintritt. Nebst Informationen über die Ausbildung und baulichen Massnahmen auf dem Ausbildungsgelände Sursee wurden die Teilnehmer auch auf Neuerungen im Bereich der kantonalen Submissionen hingewiesen.

Im Anschluss an den formellen Teil sprach Herr Dr. Stephan Mumenthaler, amtierender Head Economic & Swiss Public Affairs bei der Novartis International AG in Basel zum Thema „Bedeutung der Pharmaindustrie für die Region und die Herausforderungen im aktuellen Umfeld“.
Einleitend bemerkte er, dass es im weltweiten Standortvergleich erstaunlich ist, dass eine Kleinstadt (O-Ton „Kaff“) wie Basel nun mal eine ist, derart namhafte und erfolgreiche „Globalplayers“ wie Novartis und Roche hervorgebracht hat. Trotzdem ist nicht zu verkennen, dass sich die Dynamik in der Pharmaindustrie in den vergangenen Jahren sehr stark nach Asien verlagert hat. Ebenfalls gewinnen die Schwellenländer zunehmend an Bedeutung, so dass sich die Pharmaunternehmen zunehmend auch auf deren Bedürfnisse einstellen müssten.
Gemäss Herrn Mumenthaler erarbeitet die Novartis in der Schweiz lediglich 1,3% ihres Globalumsatzes, dagegen werden hierzulande 12‘500 der weltweit insgesamt 107‘000 Arbeitnehmer beschäftigt. Grund dafür sind die Zentrale Dienste des Konzerns wie Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung, die in der Schweiz niedergelassen sind. Ferner macht der Anteil der Pharmaindustrie an den schweizerischen Exporten insgesamt 67% aus, wobei alleine auf die Novartis ca. 14% davon entfallen.
Auf die Region bezogen teilt er mit, dass 19% des BIP der „Metropolitanregion Basel“ von der Pharmaindustrie erwirtschaftet werden. Die Region ist in der glücklichen Lage, dass sie mit der Pharmaindustrie nicht nur eine grosse und wirtschaftlich bedeutende Industrie beheimatet, sondern dass diese Industrie auch weiterhin permanent im Wachsen begriffen ist.
Für den Standort Schweiz bzw. Basel sprechen Gründe wie politische Stabilität, Rechtssicherheit sowie gute und qualifizierte Mitarbeiter. Rahmenbedingungen, welche für ein fortlaufendes Wachstum sorgen. Dennoch gilt es, globale Entwicklungen ernst zu nehmen und „Fehlentwicklungen“ kritische zu beurteilen. Insbesondere asiatische Standorte treten sehr aggressiv auf und Buhlen um internationale Grosskonzerne. Demgegenüber werden die Zulassungsbedingungen für neue Medikamente in Europa und der Schweiz immer schwerfälliger und verteuern dadurch die Entwicklungskosten. Staatliche Gesundheitsbehörden sind zunehmend weniger bereit, kostendeckende Preise für Neuprodukte zu bezahlen. Generika und auslaufende Patente tragen ihr Übriges dazu bei, dass die betriebswirtschaftlichen Bedingungen selbst für die Pharmaindustrie immer schwieriger werden. Kommt hinzu, dass auf Grund der Währungsturbulenzen die Kostenbasis in der Schweiz im Vergleich mit anderen Standorten innerhalb kürzester Zeit um 20% angestiegen ist, ohne dass dafür ein „Mehrwert“ für die Firma entstanden wäre.

Zusammenfassend hielt Herr Mumenthaler fest, dass bei den derzeit hohen Kosten für den Standort Schweiz dieser auch entsprechend besser sein sollte als anderswo. Zwar verfügen die Schweiz und die Region Basel nach wie vor über exzellente Rahmenbedingungen, aber Fehlentwicklungen im regulatorischen Umfeld und im Bereich Infrastruktur werden von der Konzernleitung sehr kritisch betrachtet. Was die Gefahr einer möglichen Verlagerung des Konzern an einen anderen Standort betrifft, so verweist Herr Mumenthaler auf den Strukturwandel als immerwährenden Prozess. Strukturerhaltung, wie sie auf Grund jüngster Reaktionen auf Entlassungen in Nyon gefordert werden, gefährdet hingegen die Entwicklung eines Grosskonzerns. Es muss möglich sein, mittels Kündigungen die Strukturen eines Konzerns den globalen Herausforderungen anzupassen. Dies bietet sodann die Chance, neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und somit den Konzern an einen Standort zu binden.

An dieser Stelle möchten wir den Gönnern CREABETON BAUSTOFF AG, BR Bauhandel AG - Bauberarf, FIXIT AG, Baumaterial GIBA AG, HGC Commerciale sowie Kohler Sabag - Baumaterial ein recht herzliches Dankeschön für die geschätzte Unterstützung aussprechen.



„Tag der offenen Baustelle“ vom 24. / 25. September 2011

Die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) lädt die Bevölkerung herzlich ein zur Baustellenbesichtigung.
Mitten in der Bauphase der H2 können alle Interessierten den Tunnel Schönthal im Rohbau erstmals betreten und aus nächster Nähe begutachten.
Bauunternehmer und Ingenieure sind vor Ort und stehen Rede und Antwort.
An diesem Anlass wird sich der BRB erstmals mit seinem neuen Standkonzept der Verbandspräsentation und insbesondereder Berufswerbung vorstellen.
Es würde uns natürlich sehr freuen, Sie an unserem Stand begrüssen zu dürfen.



„BRB-Generalversammlung 2011“ vom 3. Mai 2011

Vor gut 200 Verbandsmitgliedern sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft fand am 3. Mai 2011 im Hotel „Hilton“ in Basel die 12. Generalversammlung der Bauunternehmer Region Basel statt.

In seiner Ansprache stellte deren Präsident Eduard Schmied fest, dass es wie eine alte Platte töne, wenn er einmal mehr moniert, dass die Bauunternehmer in guten Zeiten offenbar nicht in der Lage waren, einen ordentlichen Gewinn zu erwirtschaften. Aber gerade ein Gewinn ist für das Überleben einer Unternehmung von entscheidender Bedeutung. Der allseits angepriesene Slogan „Geiz ist geil“ hat im Bauhauptgewerbe nichts verloren.
Herr Schmied wies ferner darauf hin, dass sich die Schweizer Bauunternehmer bezüglich ihrer Preise gegenüber Deutschland und erst recht nicht Frankreich keinesfalls zu verstecken bräuchten. Es sind andere Faktoren wie die fehlende Harmonisierung des Baurechts, die mangelnde Standardisierung und vor allem individuelle Wünsche der Bauherrschaft, welche die Preise in der Schweiz in die Höhe trieben.

Der Geschäftsführer Theodor Häner bemerkte in seinem Bericht über die aktuelle Marktlage in der Region Basel, dass hohe Umsätze alleine kein Garant für eine gesunde Ertragslage darstellen. Gerade im Bauhauptgewerbe wird seit Jahren viel gearbeitet, dabei aber kaum etwas verdient. Mit Verweis auf die aktuellen Arbeitsvorrats- und Submissionszahlen musste er feststellen, dass die Jahre mit stetig steigenden Werte wohl vorüber sind und sich die Bauunternehmer auf härtere Zeiten einstellen müssten. Als Beispiel nannte er das von den regionalen Bauunternehmern gemeldete Submissionsvolumen, welches innerhalb von 12 Monaten von 1,07 Mia. Franken im Jahr 2009 auf 730 Mio. Franken im Jahr 2010 einbrach.

Die Grussadressen überbrachten heuer der Basler Regierungsrat Dr. Hans-Peter Wessels sowie Nationalrat Werner Messmer, Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes. Der frühere Geschäftsführer Paul Hug wurde feierlich zum Ehrenmitglied, die Herren Kurt Schlaier und Hannes Burri zu Freimitgliedern ernannt.

Nach dem offiziellen Teil sprach Dr. Maria Lezzi, Direktorin des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) zum Thema „Welche Chancen bietet die Raumentwicklung der Region Basel“. Die Antwort auf diese Frage sei im „Raumkonzept Schweiz“ zu finden, welches derzeit von ihrem Bundesamt ausgearbeitet wird. Sie wies darauf hin, dass de facto keine zweite „Schweiz zur Verfügung“ steht und daher die Ressourcen und Flächen für raumplanerische Massnahmen immer weniger werden. Es gelte daher, alle Möglichkeiten, die zur Lenkung und Schonung beitragen könnten, vorher auszuschöpfen, bevor weitere Eingriffe vorgenommen werden. In ihrem Fazit stellte Frau Lezzi fest, dass die Zeiten regionaler Alleingänge definitiv vorbei wären und die Regionen aufgefordert sind, ihre Raumkonzepte mit den angrenzenden Regionen abzugleichen. Was die Region Basel betrifft, so forderte sie diese im anstehenden Findungsprozess zu einer stärkeren Profilierung auf. „Jede Region ist für sich selber verantwortlich. Gefordert ist daher Eigendynamik.“